Stadt Regensburg

Regensburg: #lastseen zeigt Bilder der NS-Deportationen. Ausstellung. 28.1.22 bis 9.2.2022

Für „#LastSeen. Bilder der NS-Deportationen“ haben sich die Arolsen Archives mit vier institutionellen Partnern zusammengetan: der Gedenk- und Bildungsstätte Haus der Wannseekonferenz, dem Institut für Stadtgeschichte und Erinnerungskultur – Kulturreferat der Landeshauptstadt München, dem USC Dornsife Center for Advanced Genocide Research, Los Angeles und dem Zentrum für Antisemitismusforschung der TU-Berlin.

#LastSeen sucht nach Bildern der NS-Deportationen und trägt Informationen über die Fotos zusammen. Mit der Ausstellung auf der Ladefläche eines historischen LKWs macht die Initiative auf sich aufmerksam, informiert über die Bilder der NS-Deportationen und erklärt, wie sich Freiwillige an der Suche vor Ort beteiligen können. Der LKW stammt aus den 1950er Jahren, für den Transport von Verfolgten zu Sammellagern und Bahnhöfen wurden aber ähnliche Fahrzeuge genutzt.

Auf seiner Tour durch Deutschland ist der #LastSeen-LKW vom 28. Januar bis 9. Februar auch in Regensburg am Haidplatz zu sehen. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 16 Uhr geöffnet.

Bisher sind rund 550 Fotos von NS-Deportationen aus etwa 50 Orten bekannt. Überwiegend dokumentieren sie die Verschleppung der Menschen, die vom NS-Regime als Juden aus der Gesellschaft ausgeschlossen und entrechtet worden waren. Einige wenige Bilder sind von den Deportationen der Sinti und Roma erhalten. Es ist wahrscheinlich, dass es mehr Fotos gibt. Denn die Deportationen fanden in vielen Städten und Gemeinden statt – in aller Öffentlichkeit.

Neben der Suche nach Bildern, geht es bei #LastSeen auch um ein neues Verständnis der Fotos. Viele Fragen, die sie aufwerfen, sind bislang nicht beantwortet: Wer ist abgebildet? Wer hat fotografiert? Wann und wo entstanden die Aufnahmen? Floriane Azoulay, Direktorin der Arolsen Archives, erklärt, warum die Mithilfe von Interessierten vor Ort für die Initiative so wichtig ist: „Je mehr Menschen den Historikerinnen und Historikern bei der Suche nach Bildern und Informationen helfen, desto umfangreicher und interessanter werden die Ergebnisse von #LastSeen“.

Erste Ergebnisse von #LastSeen werden Ende 2022 veröffentlicht und stehen damit sowohl der Forschung als auch der breiten Öffentlichkeit zur Verfügung. Zudem wird aktuell ein interaktives, partizipatives Tool entwickelt, mit dem Schülerinnen und Schüler das Bildmaterial zu Deportationen lesen und verstehen lernen.

Ort
Haidplatz, Regensburg

Öffnungszeit
Täglich 10 bis 16 Uhr

Weitere Informationen unter
# last seen
www.regensburg.de

(Bildnachweis: Stadt Regensburg, Daniela Laudehr)