Dokumentation Obersalzberg

Workshop: „Was tun mit dem Berghofgelände?“

Dauer 4 Stunden

Gar nichts? Ein zweites Museum? Ein Mahnmal? Ein Fastfood-Restaurant? Oder, anders formuliert: Sich selbst überlassen? Aufarbeiten? Gedenken? Überschreiben?

Seit 1945 wird das Berghofgelände als historisch belastet wahrgenommen – und genauso lange wird darüber nachgedacht, wie mit dem Gelände am besten umgegangen werden sollte. Hitlers Berghof wurde bei Kriegsende beschädigt, die Ruine 1952 gesprengt, das Gelände aufgeforstet. Heute machen nur noch eine Hangstützmauer und eine Hinweistafel den Ort im Wald identifizierbar. Zugleich ist der Obersalzberg ein Ort des Massentourismus, und das Berghofgelände zieht zahlreiche Interessierte und Neugierige an – darunter auch Neonazis und Ewiggestrige. Doch was ist der richtige Umgang mit diesem Ort? Und gibt es überhaupt den einen, richtigen Weg?

Ausgehend von einem Rundgang über das historische Gelände stellt der Workshop verschiedene Fragen und Problemstellungen in den Raum. Die Teilnehmer*innen entwickeln Lösungskonzepte, die abschließend in Kleingruppen visualisiert werden. Ziel ist es, für den gesellschaftlichen Umgang mit historischen Orten und anderen Überresten des NS-Regimes zu sensibilisieren. Im Zentrum steht die Frage, was diese Orte und unser Umgang damit für unsere Erinnerungskultur und unsere Gegenwart bedeuten.

Kontakt
Dokumentation Obersalzberg
Salzbergstr. 41 
83471 Berchtesgaden
E-Mail bildung@obersalzberg.de
https://www.obersalzberg.de/bildungsangebot/workshops/

Bildnachweis: © Institut für Zeitgeschichte München – Berlin / Karin Wabro (Ausschnitt)