Forum Erinnern Plattform für Erinnerungsarbeit in Bayern

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Themen & Ideen
Vor der Deportation: Verbot des Schulbesuchs, später begrüßt als „alte Bekannte“

Die Elisabeth-Block-Schule in Rosenheim erinnert jedes Jahr an das Schicksal ihrer Namensgeberin. 2025 geschah dies mit einer Theateraufführung des Jungen Theaters Rosenheim. „Ich werde, hoffe ich…“ lautet der Titel des Stücks, das Auszüge der Tagebücher von Anne Frank und Elisabeth Block präsentiert.
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Mai
19
Di.
München, NS-Dokumentationszentrum: „Verboten, verfolgt, erinnert“. Theater
Mai 19 um 10:00
Eine Veranstaltung von Jugendlichen in Gedenken an die nationalsozialistische Bücherverbrennung 1933 Als am 10. Mai 1933 in Berlin Bücher brannten, stand Erich Kästner in der Menge und sah zu, wie Menschen seine Werke stapelweise ins Feuer warfen. Auch Kinderbücher standen auf der ‚Schwarzen Liste‘ der Nationalsozialisten und wurden aus Bibliotheken und Buchhandlungen verbannt, darunter alle Bücher von Erich Kästner mit Ausnahme von Emil und die Detektive. An jenem Tag wurden auch auf dem Königsplatz in München Bücher verbrannt. Der 10. Mai steht heute für die brutale Verfolgung jüdischer und politisch unliebsamer Autor*innen. Im Rahmen dieses Gedenktags beschäftigen sich Schüler*innen mit dem Leben und Werk einiger verbotener und verfolgter Autor*innen, darunter Erich Kästner, Mascha Kaléko und Ruth Rewald, und erarbeiten dazu gemeinsam eine szenische Performance. Schulen aus München und Umgebung sind herzlich zur Aufführung eingeladen. Der Besuch kann mit einem Rundgang durch die Ausstellungen des NS-Dokumentationszentrums verbunden werden. Geeignet für Jugendliche und Schulklassen aller Schulformen ab 14. Jahren. Veranstalter NS-Dokumentationszentrum München und Stiftung Internationale Jugendbibliothek Ort NS-Dokumentationszentrum München, Treffpunkt: Foyer Dauer 45 Minuten Teilnahme kostenfrei Weitere Informationen https://www.nsdoku.de/  
Nürnberg, Rundgang: Das ehemalige Reichsparteitagsgelände. Geländebegehung
Mai 19 um 10:30

Das ehemalige Reichsparteitagsgelände umfasst die bedeutendsten Relikte nationalsozialistischer Architektur in Deutschland. Der Rundgang über das weitläufige Areal erklärt nicht nur die größenwahnsinnige Kulissenarchitektur und die Funktion der Reichsparteitage als gigantische Propagandaschau, sondern erläutert auch Nürnbergs Umgang mit dem nationalsozialistischen Erbe.

Treffpunkt
Vor dem Kassencontainer des Dokuzentrums, Bayernstr. 110, Nürnberg

Kosten
12 Euro

Veranstalter
Geschichte Für Alle e.V.

Anmeldung und weitere Informationen
www.geschichte-fuer-alle.de

Nürnberg, Rundgang: Das ehemalige Reichsparteitagsgelände. Geländebegehung
Mai 19 um 14:00

Das ehemalige Reichsparteitagsgelände umfasst die bedeutendsten Relikte nationalsozialistischer Architektur in Deutschland. Der Rundgang über das weitläufige Areal erklärt nicht nur die größenwahnsinnige Kulissenarchitektur und die Funktion der Reichsparteitage als gigantische Propagandaschau, sondern erläutert auch Nürnbergs Umgang mit dem nationalsozialistischen Erbe.

Treffpunkt
Vor dem Kassencontainer des Dokuzentrums, Bayernstr. 110, Nürnberg

Kosten
12 Euro

Veranstalter
Geschichte Für Alle e.V.

Anmeldung und weitere Informationen
www.geschichte-fuer-alle.de

München, NS-Dokumentationszentrum: Der neue faschistische Körper. Mit Dagmar Herzog und Paula-Irene Villa Braslavsky. Gespräch
Mai 19 um 19:00

Der Erfolg faschistischer Bewegungen und Parteien lässt sich nicht allein mit Angst und Wut erklären. Ebenso ausschlaggebend sind die Lust und das Vergnügen an Gewalt und Aggression. So ist Rassismus besonders intensiv, wenn er erotisch aufgeladen ist, etwa, wenn Migration als sexuelle Bedrohung für deutsche Frauen dargestellt wird. Neben diesem „sexy Rassismus“, so die Historikerin Dagmar Herzog, ist eine obsessive Behindertenfeindlichkeit elementarer Grundbaustein radikalrechter Programme.

In ihrem Buch „Der neue faschistische Körper“ (Wirklichkeit Books, 2025) unternimmt Dagmar Herzog den Versuch, die Geistesgeschichte dieser beiden Phänomene – libidinöse Intensivierung im Faschismus und Feindseligkeit gegenüber als imperfekt wahrgenommenen Körpern – zusammenzudenken. Denn nur wer die Gefühlswelten und Debatten vergangener Faschismen studiert, kann ihre gegenwärtige Erscheinungsform verstehen und bekämpfen.

Mit der Soziologin Paula-Irene Villa Braslavsky (Ludwig-Maximilians-Universität) spricht die Autorin über die historischen Verbindungen zwischen Rassismus, Ableismus und sexualisierten Gewaltbildern – und erläutert mit Blick auf die USA und Deutschland, wie beunruhigend präsent diese Phänomene auch heute wieder sind.

Veranstalter
NS-Dokumentationszentrum München, Amerikahaus München und Bayerische Amerika-Akademie in der gemeinsamen Reihe „Voices of Democracy“

Ort
NS-Dokumentationszentrum München, Treffpunkt: Saal

Keine Anmeldung notwendig.

Teilnahme kostenfrei.

Sprache
Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt und wird von den Museum Signers in Deutsche Gebärdensprache übersetzt.

Weitere Informationen
https://www.nsdoku.de/

Mai
20
Mi.
Nürnberg, Rundgang: Das ehemalige Reichsparteitagsgelände. Geländebegehung
Mai 20 um 10:30

Das ehemalige Reichsparteitagsgelände umfasst die bedeutendsten Relikte nationalsozialistischer Architektur in Deutschland. Der Rundgang über das weitläufige Areal erklärt nicht nur die größenwahnsinnige Kulissenarchitektur und die Funktion der Reichsparteitage als gigantische Propagandaschau, sondern erläutert auch Nürnbergs Umgang mit dem nationalsozialistischen Erbe.

Treffpunkt
Vor dem Kassencontainer des Dokuzentrums, Bayernstr. 110, Nürnberg

Kosten
12 Euro

Veranstalter
Geschichte Für Alle e.V.

Anmeldung und weitere Informationen
www.geschichte-fuer-alle.de

Nürnberg, Rundgang: Das ehemalige Reichsparteitagsgelände. Geländebegehung
Mai 20 um 14:00

Das ehemalige Reichsparteitagsgelände umfasst die bedeutendsten Relikte nationalsozialistischer Architektur in Deutschland. Der Rundgang über das weitläufige Areal erklärt nicht nur die größenwahnsinnige Kulissenarchitektur und die Funktion der Reichsparteitage als gigantische Propagandaschau, sondern erläutert auch Nürnbergs Umgang mit dem nationalsozialistischen Erbe.

Treffpunkt
Vor dem Kassencontainer des Dokuzentrums, Bayernstr. 110, Nürnberg

Kosten
12 Euro

Veranstalter
Geschichte Für Alle e.V.

Anmeldung und weitere Informationen
www.geschichte-fuer-alle.de

Mai
21
Do.
Nürnberg, Rundgang: Das ehemalige Reichsparteitagsgelände. Geländebegehung
Mai 21 um 10:30

Das ehemalige Reichsparteitagsgelände umfasst die bedeutendsten Relikte nationalsozialistischer Architektur in Deutschland. Der Rundgang über das weitläufige Areal erklärt nicht nur die größenwahnsinnige Kulissenarchitektur und die Funktion der Reichsparteitage als gigantische Propagandaschau, sondern erläutert auch Nürnbergs Umgang mit dem nationalsozialistischen Erbe.

Treffpunkt
Vor dem Kassencontainer des Dokuzentrums, Bayernstr. 110, Nürnberg

Kosten
12 Euro

Veranstalter
Geschichte Für Alle e.V.

Anmeldung und weitere Informationen
www.geschichte-fuer-alle.de

Nürnberg, Rundgang: Das ehemalige Reichsparteitagsgelände. Geländebegehung
Mai 21 um 14:00

Das ehemalige Reichsparteitagsgelände umfasst die bedeutendsten Relikte nationalsozialistischer Architektur in Deutschland. Der Rundgang über das weitläufige Areal erklärt nicht nur die größenwahnsinnige Kulissenarchitektur und die Funktion der Reichsparteitage als gigantische Propagandaschau, sondern erläutert auch Nürnbergs Umgang mit dem nationalsozialistischen Erbe.

Treffpunkt
Vor dem Kassencontainer des Dokuzentrums, Bayernstr. 110, Nürnberg

Kosten
12 Euro

Veranstalter
Geschichte Für Alle e.V.

Anmeldung und weitere Informationen
www.geschichte-fuer-alle.de

Stein bei Aschau i. Chiemgau: Stolpersteinverlegung
Mai 21 um 15:00

In Stein 12 bei Aschau i. Chiemgau (Landkreis Rosenheim) wird der Künstler Gunter Demnig am Donnerstag 21.05.2026,  15.00 Uhr, fünf Stolpersteine am Wanderweg Aschau – Sachrang auf Privatgrund verlegen. Der Gemeinderat Aschau  hatte einer Verlegung auf öffentlichem Grund nicht zugestimmt. Die Veranstalter freuen sich daher umso mehr, dass ein Mitglied des neuen Gemeinderats bei der Verlegung sprechen wird.

Der Künstler Gunter Demnig verlegt dort einen Stolperstein für Johanna Weißensteiner, die als Widerstandskämpferin der „Roten Kapelle“ 1942-43 Gestapohaft erleiden musste, jedoch die NS-Zeit überlebte. Die Enkelin Johanna Stegherr wird über das Schicksal ihrer Großmutter berichten.

Zwei weitere Steine werden für Ludolf und Elisabeth Bodmer verlegt. Der Opernsänger Ludolf Bodmer wurde 1933 als „Jude“ vom Stadttheater Dortmund entlassen. Zusammen mit seiner nichtjüdischen Frau Elisabeth, ebenfalls Opernsängerin, zog er sich in das „Margaretenhäusl“ in Sachrang, Ortsteil Grattenbach, zurück, das sie 1931 erworben hatten. Er musste den Entzug von Eigentum und Vermögen erleben und entging knapp der Deportation. Dann verstarb er seelisch zerstört und körperlich entkräftet am 2.12.1943. Seine Frau überlebte die NS-Zeit.

Zwei weitere Steine ehren Ingrid Dybwad und ihre Schwester Gudny Dybwad. Ingrid Dybwad wurde als „Jüdin“ 1934 beim Deutschen Akademischen Austauschdienst DAAD in Berlin entlassen, wo sie das Akademische Hauptreferat leitete und damit eine wichtige Position in der Betreuung von Stipendiaten innehatte. Sie zog 1935 auf den Berghof Hochleit bei Sachrang, wo sie 1940 plötzlich verstarb. Nach ihrem Tod führte ihre Schwester Gudny Dybwad das Anwesen weiter, die in Folge der NS-Gesetze ihre Goldschmiedewerkstatt in Berlin 1936 aufgeben musste. Sie überlebte die NS-Zeit in Sachrang.

Stolpersteine werden von dem Künstler Gunter Demnig seit fast dreißig Jahren für die Opfer des NS- Terrors verlegt. Mit über 120.000 Steinen ist das Projekt das größte Flächendenkmal der Welt. Die Steine werden in den Gehweg plan eingesetzt; „man stolpert nicht mit den Füßen, sondern mit dem Herzen.“

Veranstalter und weitere Informationen
Initiative Erinnerungskultur – Stolpersteine für Rosenheim
www.stolpersteine-rosenheim.de

 

Berchtesgaden, Dokumentation Obersalzberg: „Verbotene Beziehungen im Nationalsozialismus. Weibliche Homosexualität“
Mai 21 um 19:00

Obersalzberger Gespräch

Die Historikerin Natascha Bobrowsky macht in ihrem Buch „Verbotene Beziehungen. Weibliche Homosexualität im nationalsozialistischen Österreich“ bisher kaum beachtete Verfolgungsgeschichten sichtbar. Die Autorin spricht über ihr Buch, ordnet im Gespräch mit Sarah Thome die Verfolgung der betroffenen Frauen im Nationalsozialismus historisch ein und reflektiert ihre Bedeutung für die Gegenwart.

Erst seit 2005 werden in Österreich Menschen, die als homosexuell verfolgt wurden, offiziell als Opfer des Nationalsozialismus anerkannt. Die Lebensgeschichten von Frauen, die zwischen 1938 und 1945 aufgrund gleichgeschlechtlicher Handlungen, die in Österreich nach Paragraf 129 Ib StG angeklagt, verurteilt und inhaftiert wurden, sind kaum erforscht. Im Unterschied zu Deutschland stellte der Paragraf gleichgeschlechtliche Beziehungen sowohl zwischen Männern als auch zwischen Frauen unter Strafe.

In ihrem Buch rekonstruiert die Autorin anhand von Gerichtsakten die Lebenszusammenhänge und Beziehungen der betroffenen Frauen. Sie fragt danach, wie diese sich kennenlernten, miteinander kommunizierten und ihre Beziehungen gestalteten – und macht damit Geschichten sichtbar, die lange ungehört geblieben sind.

Anhand solcher Biografien diskutieren Natascha Bobrowsky (Universität Wien) und Sarah Thome (HOSI Salzburg – Interessensvertretung von LGBTIQA+-Personen) die zentralen Fragen des Buches: Welche Folgen hatten die Verurteilungen für die betroffenen Frauen? Wie gestaltete sich ihre Situation in Konzentrationslagern? Und wie lassen sich Dokumente, die aus der Täter*innenperspektive verfasst wurden, heute kritisch lesen?
Zugleich wird ein Bogen in die Gegenwart geschlagen: Welche Bedeutung haben diese verdrängten Geschichten für heutige Debatten über Erinnerungskultur, Sichtbarkeit und die Rechte von LGBTQIA+-Personen?

Die Veranstaltung wird durch Tanzperformances von Studierenden des Orff-Instituts der Universität Mozarteum Salzburg künstlerisch ergänzt.

Veranstalter
Dokumentation Obersalzberg in Kooperation mit der HOSI Salzburg – Interessensvertretung von LGBTIQA+-Personen.

 Eintritt frei

Anmeldung
Um Anmeldung per E-Mail an  anmeldung@obersalzberg.de wird gebeten.

Weitere Informationen
www.obersalzberg.de

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