Kooperationsprojekt des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben mit dem FC Augsburg und Studierenden der Universität Augsburg

Augsburg, Maximilianmuseum: „Aufgestellt und ausgegrenzt. Jüdisches Sportleben in Augsburg und Schwaben“. Ausstellung, 11.9.26 bis 15.11.26

Wanderausstellung

Bereits im 19. und frühen 20. Jahrhundert waren Vereine wichtige Orte gesellschaftlicher Begegnung. Jüdinnen und Juden waren selbstverständlich Teil des Vereins- und Sportlebens in Augsburg und Schwaben. Mit der Machtübernahme der Nationalsozialisten im Jahr 1933 endete diese Teilhabe jedoch. Jüdische Sportlerinnen und Sportlerwurden aus ihren Vereinen ausgeschlossen.

Einige von ihnen fanden Zuflucht in einem einzigartigen Verein: der Privaten Tennisgesellschaft Augsburg.Noch Jahrzehnte später berichteten diejenigen, die ins Ausland fliehen konnten, von der ganz besonderen Gemeinschaft, die sie dort erlebten. Während Jüdinnen und Juden in allen gesellschaftlichen Bereichen in der Stadt ausgeschlossen wurden, bot die Private Tennisgesellschaft Augsburg ihnen noch einen letzten geschützten Raum.

Nach dem Zweiten Weltkrieg blieb in vielen Vereinen die Aufarbeitung der NS-Zeit und des Ausschlusses von Jüdinnen und Juden zunächst aus. Die Ausstellung zeigt am Beispiel des FC Augsburg, wie sich Sportvereine heutzutage mit ihrer Vergangenheit auseinandersetzen und Verantwortung übernehmen. Dabei wird deutlich, dass Erinnerungskultur und Engagement gegen Antisemitismus und Diskriminierung heute ein wichtiger Teil der Vereinsarbeit sind.

Veranstalter
Kooperationsprojekt des Jüdischen Museums Augsburg Schwaben mit dem FC Augsburg und Studierenden der Universität Augsburg

Ort
Viermetzhof im Maximilianmuseum, Fuggerplatz 1, 86150 Augsburg

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag 10–17 Uhr

Eintritt frei

Weitere Infos und Kontakt
Jüdisches Museum Augsburg Schwaben

(Bildnachweis: Sportlerinnen der PTGA, darunter Irma Landmann (erste von rechts), während des Zielsprints bei einem Laufwettkampf. Augsburg, 1937. © Konvolut Irma Landman Avery, Jüdisches Museum Augsburg Schwaben. Ausschnitt)