Gespräch. Mit Anna Hájková und Franziska Davies

Während des Holocaust bildete sich in der Häftlingsgesellschaft von Theresienstadt eine eigene soziale Hierarchie heraus. Dabei entschieden kleine Unterschiede zwischen den Häftlingen – ihr Alter, ihre Herkunft oder ihre frühere Arbeit – über Leben und Tod. In den dreieinhalb Jahren des Bestehens des Lagers schufen die Häftlinge ihre eigene Kultur und ihre eigenen Gewohnheiten, schlossen sich zusammen, verliebten sich und gründeten neue Familien.

Auf der Grundlage umfangreicher Archivrecherchen legt Anna Hájková in Das letzte Ghetto (transcript verlag, 2026) erstmals eine analytische, transnationale Kultur-, Sozial-, Geschlechter- und Organisationsgeschichte Theresienstadts vor und bietet damit neue Einsichten in die Geschichte des Holocaust.

Veranstalter
NS-Dokumentationszentrum München, Jüdisches Museum München und VVN Bayern

Ort
NS-Dokumentationszentrum München, Treffpunkt: Saal

Teilnahme kostenfrei

Anmeldung
Keine Anmeldung möglich. Begrenzte Platzanzahl (first come, first served).

Weitere Informationen
https://www.nsdoku.de/programm/aktuell/detailseite/wie-war-das-leben-in-theresienstadt-nachdenken-ueber-die-juedische-holocaustgeschichte-2707