Wann:
13. Juni 2026 um 10:00
2026-06-13T10:00:00+02:00
2026-06-13T10:15:00+02:00
Welche Rolle spielte die Sprache beim Aufstieg der Nationalsozialisten? Wir blicken auf die Geschichte und auf von der NS-Diktatur geprägte Begriffe, die auch heute wieder Eingang in Politik und Alltag gefunden haben.
‚Umvolkung‘, ‚Lügenpresse‘, ‚Volksverräter‘ – immer häufiger werden Begriffe aus dem nationalsozialistischen und rechtsextremen Sprachgebrauch von heutigen Politiker*innen unkritisch öffentlich verwendet. Dabei galt gerade die sprachliche Desensibilisierung in der Aufstiegsphase des Nationalsozialismus als erster Schritt zu Ausgrenzung und Verfolgung. Deshalb stellt das Seminar die Frage: Welche Parallelen und welche Unterschiede bestehen zwischen nationalistischen Strukturen in der Weimarer Republik und heutigen rechtspopulistischen Tendenzen?
Im Seminar werden die zentralen Bausteine der nationalsozialistischen Weltanschauung in den Blick genommen und fragen nach den Ähnlichkeiten zu heutigen Formen antidemokratischen und rassistischen Denkens gefragt. Es wird diskutiert, inwieweit einzelne Bestandteile der NS-Ideologie heute auch für die sogenannte gesellschaftliche Mitte anschlussfähig geworden sind.
Veranstalter
NS-Dokumentationszentrum München
Ort
NS-Dokumentationszentrum München, Treffpunkt: Foyer
Dauer
5 Stunden
Teilnahme kostenfrei
Anmeldung und weitere Informationen
https://www.nsdoku.de/programm/aktuell/detailseite/das-wird-man-doch-mal-sagen-duerfen-radikalisierung-der-mehrheitsgesellschaft-2570